Tschechien lehnt Brüssels Forderung betreffs Lebensmittelkontrollen ab

01-03-2019

Die Tschechische Republik lehnt die Forderung der Europäischen Kommission ab, nach der man die außerordentlichen Kontrollen von Rindfleisch aus Polen beenden solle. Das erklärte der Zentraldirektor der Staatlichen Veterinärverwaltung (SVS), Zbyněk Semerád, am Donnerstag gegenüber Medien. In einem Brief an Landwirtschaftsminister Miroslav Toman (parteilos) hatte die EU-Kommission Tschechien am Montag aufgefordert, die Kontrollen bis Ende dieser Woche aufzuheben. Brüssel begründete dies damit, dass die Maßnahme der tschechischen Behörde „unangemessen sei“ in Bezug auf den eigentlichen Vorfall. Mitte Februar war eine Lieferung von 700 Kilogramm polnischen Rindfleischs entdeckt worden, dass durch Salmonellen verunreinigt war.

Die verschärften Kontrollen, die seit Donnerstag vergangener Woche durchgeführt werden, haben indes einen weiteren Sündenfall ans Licht gebracht. Die Veterinäre haben nachgewiesen, dass eine Lieferung von 1200 Kilogramm eingefrorenen Geflügelfleischs aus Polen ebenso mit Salmonellen verunreinigt war. Ein Teil der Lieferung wurde von ihnen in einem Großlager im nordböhmischen Louny / Laun entdeckt. Der restliche Teil ist bereits an Gastronomiebetriebe ausgeliefert worden.