Treffen Babiš-Kurz: Bilaterale Beziehungen intakt und ausbaufähig

16-01-2020

Das Wichtigste zur Vertiefung der tschechisch-österreichischen Beziehungen sei eine gute Autobahn, die beide Länder verbindet. Das sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Donnerstag im Anschluss an sein Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz in Prag. Er selbst rechne damit, dass die Straßenschnellverbindung von Prag nach Linz eher fertiggestellt sein werde als die Trasse von Brno / Brünn nach Wien. Die tschechische Autobahn D3 von Prag über České Budějovice / Budweis bis zur Grenze mit Österreich sollte schon im Jahr 2024 in Betrieb genommen werden, bemerkte Babiš.

Themen ihrer persönlichen Unterredung seien ebenso die Energiepolitik und die Migration gewesen, ergänzte Tschechiens Regierungschef. Die unterschiedlichen Auffassungen zur Atomenergie seien kein Hindernis in den bilateralen Beziehungen, betonten beide Spitzenpolitiker. Andererseits seien sich beide Länder einig in ihrer Meinung zur illegalen Migration, zum Schutz der europäischen Außengrenze und zum Handelsaustausch. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit aber ließe sich bestimmt noch intensivieren, räumte Kanzler Kurz ein. Gegenwärtig liege die Handelsbilanz bei einem Volumen von nahezu zehn Milliarden Euro, und daran wären etwa 1800 österreichische Firmen beteiligt, ergänzte Kurz. Die Reise nach Prag war der Antrittsbesuch des österreichischen Bundeskanzlers nach seiner Wiederwahl.