Temelín-Erweiterung: weiterer Einspruch des Anbieters Areva abgelehnt

24-01-2013

In der öffentlichen Ausschreibung zum Ausbau des südböhmischen Atomkraftwerks Temelín ist der bereits aussortierte französische Anbieter Areva mit einem weiteren Einspruch gescheitert. Areva hatte sich zum zweiten Mal an das tschechische Kartellamt gewandt, das Amt hat den neuen Einspruch jedoch abgelehnt, wie sein Vorsitzender Petr Rafaj am Donnerstag mitteilte. Weiter Gültigkeit hat jedoch eine Anordnung des Kartellamtes vom November vergangenen Jahres. Demnach darf der Energiekonzern ČEZ als Temelín-Betreiber vorerst keinen Vertrag mit dem Sieger des Ausschreibungsverfahrens schließen. In Temelín sollen zwei weitere Reaktorblöcke gebaut werden, die Kosten werden auf umgerechnet 12 Milliarden Euro geschätzt.

Im Rennen sind noch die Angebote der japanisch-amerikanischen Firma Westinghouse und des tschechisch-russischen Konsortiums Mir 1200. Areva war Anfang Oktober vergangenen Jahres von ČEZ aus dem Verfahren ausgeschlossen worden, weil das Angebot der Franzosen nicht den Bedingungen für die Ausschreibung entsprochen hatte. Eine endgültige Entscheidung über die Angebote plant ČEZ im September dieses Jahres.