Synthetisches Cannabis: 19 Menschen in Ostrau vergiftet

Insgesamt 19 Menschen haben sich in Ostrava / Ostrau bei der Einnahme von synthetischem Cannabis vergiftet. Ein Mann sei an den Folgen gestorben. Dies teilte eine Sprecherin der Polizei in der mährisch-schlesischen Stadt am Donnerstagmorgen mit. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln wegen der Verbreitung des gefährlichen Rauschgiftes gegen vier Personen. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Synthetisches Cannabis besteht aus getrockneten Kräutern, die mit einem chemischen Stoff besprüht werden. Dieser Stoff enthält im Labor hergestellte Cannabinoide, die die psychoaktive Wirkung von herkömmlichem Marihuana imitieren.

Das Derivat soll den bisherigen Informationen nach in Ostrau von einer obdachlosen Frau in einer Mülltonne gefunden worden sein. Sie habe aus der Tonne eine der sechs Schachteln entnommen, in denen 500 Beutel des synthetischen Cannabis verpackt gewesen seien. Seitdem befürchtet die Polizei, dass noch mehr von der gefährlichen Droge im Umlauf ist.