Sudetendeutsche: Söder und Posselt versöhnlich

20-05-2018

Der neue bayerische Ministerpräsident und Schirmherr der Sudetendeutschen, Markus Söder, will den Versöhnungskurs seines Vorgängers Horst Seehofer gegenüber Tschechien fortsetzen. Seehofer habe eine neue Art des Umgangs, des Miteinanderredens und des Verstehens in den Beziehungen zu Tschechien etabliert, so Söder bei seiner Rede auf dem Sudetendeutschen Tag in Augsburg am Sonntag. Jetzt sei es wichtig, dieses Tor offen zu halten. Die Sudetendeutschen würdigte der CSU-Politiker als „echte Vorbilder für den Frieden, Botschafter und Brückenbauer.“

Zuvor hatte der Bundesvorsitzende der Sudentendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, das Verhältnis zu Tschechien gelobt. Man wolle die Verständigung fortsetzen, so Posselt. Außerdem verurteilte der ehemalige Europaabgeordnete den wachsenden Nationalismus in Europa. Im Laufe ihres Pfingsttreffens hatten die Sudetendeutschen die Hoffnung geäußert, dass ein Treffen bald auch in Tschechien stattfinden könnte.

Traditionell treffen sich die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Tschechien vertriebenen Deutschen sowie ihre Nachkommen am Pfingstwochenede. Diesmal fand das Treffen in Augsburg statt. Zudem waren zahlreiche Gäste aus Tschechien gekommen, darunter die sozialdemokratische Ex-Sozialministerin Michaela Marksová.