Studie: Donau-Oder-Elbe-Kanal würde Straßenschwerverkehr entlasten

Hydro-Experten haben am Freitag in Prag im Beisein von Verkehrsminister Dan Ťok (parteilos) die Ergebnisse ihrer Studie zum Donau-Oder-Elbe-Kanal vorgestellt. Optimistischen Prognosen zufolge könnte diese Wassertrasse rund 5000 Lkw täglich von den Straßen verbannen. Dies wäre ein Rückgang des Straßenlastverkehrs von knapp zwei Prozent, heißt es in der Studie.

Mit dem Bau des Projekts, das dem Staat 582 Milliarden Kronen (22,5 Milliarden Euro kosten würde, könnte frühestens im Jahr 2030 begonnen werden. Laut Minister Ťok belege die Studie, dass „die Befürchtungen, der Kanal könnte Wasser abführen und so zu einer weiteren Trockenheit beitragen, unwahr seien“. Diese Aussage wird von den Umweltschützern bezweifelt. Sie sehen in dem Kanal vielmehr die Gefahr, dass „der Bau die Landschaft und das Wasserregime verletzt“ und das Ausmaß der Umweltschäden noch gar nicht absehbar sei.