Starke Schneefälle in Tschechien führten zu vielen Komplikationen

05-01-2006

Nach starken Schneefällen in den Beskiden wurden zu den Räumarbeiten in der Region Vsetin auch Soldaten der Tschechischen Armee herangezogen. Seit den Mittwoch-Abendstunden haben sie in Zusammenarbeit mit den Räumdiensten mehr als 800 Tonnen Schnee in diesem Gebiet unweit der slowakischen Grenze abgefahren. Nach weiteren Schneefällen ist die Schneedecke in der Region auf mehr als einen halben Meter angewachsen. Nachdem bereits mehrere Dächer unter der Schneelast eingestürzt sind, werden nun verstärkt Kontrollen durchgeführt. Wegen der Gefahr von Schneeverwehungen und Windbruch hat der Bergrettungsdienst in den Beskiden die hier weilenden Touristen aufgefordert, auf Kammwanderungen zu verzichten. Auch Langläufer sollten in niedrigeren Lagen bleiben und die gespurten Loipen nicht verlassen. Bei einer lockeren Schneedecke von bis zu 2,20 Meter können viele Wege nicht einmal mit dem Schneescooter befahren werden.

Ein unter der Last seiner Schneemassen eingeknickter Baum hat eine Niederländerin im südböhmischen Skiareal Lipno schwer verletzt. Die Ärzte sprachen davon, dass die Touristin womöglich einen Bruch der Wirbelsäule und eine Gehirnerschütterung bei dem Unglücksfall erlitten habe. Die starken Schneefälle der zurückliegenden Tage hatten in Südböhmen zudem für zahlreiche Stromausfälle gesorgt, die am Donnerstag behoben werden konnten.