Staatspräsident Zeman hat Sympathien für Demonstranten in Chemnitz

Der tschechische Präsident Miloš Zeman hat Verständnis für die jüngsten rechten Kundgebungen in Chemnitz geäußert. Er sympathisiere durchaus mit diesen Demonstranten, sagte der 73-Jährige am Donnerstagabend im privaten Fernsehsender „TV Barrandov“. Die Protestierenden würden im Grunde sagen, dass „Mutti Merkel“ die Migranten eingeladen habe und dies nun das Ergebnis sei, so Zeman. Als einzige Lösung sehe er die schnelle Abschiebung krimineller Zuwanderer.

Nach einem tödlichen Messerangriff auf einen 35-Jährigen war es in Chemnitz zu gewalttätigen Ausschreitungen rechter Demonstranten gekommen. Der Hintergrund der Tat ist noch unklar. Nach Angaben seines Sprechers wird Zeman im September Deutschland besuchen und dabei auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammenkommen.