Staatspräsident Mazedoniens besucht Prag

Der Staatspräsident Mazedoniens Gjorge Ivanov ist am Donnerstag zu einem offiziellen Besuch nach Tschechien eingetroffen. In Prag begegnete er zuerst seinem tschechischen Amtskollegen Miloš Zeman. Das Thema des Gesprächs war unter anderem die Möglichkeit, Arbeitskräfte aus Mazedonien nach Tschechien zu holen. Zeman sagte, Tschechien unterstütze den Beitritt Mazedoniens zur EU und zur Nato. Ivanov dankte Tschechien für die Hilfe im Zusammenhang mit der Migrationskrise. Der mazedonische Staatspräsident erklärte, die EU verhalte sich zu Mazedonien unfair und wende zweierlei Standards für das Land an, dass für andere Länder nicht genutzt worden seien. Die beiden Staatsoberhäupter sprachen auch über die Folgen des Volksreferendums über die Änderung des Namens des Staates, das am Wochenende in Mazedonien durchgeführt wurde. Die Mehrheit sprach sich für eine Änderung des Namens aus, das Resultat ist jedoch ungültig, weil das erforderliche Quorum von 50 Prozent verfehlt wurde.

Ivanov wird auch mit Premier Andrej Babiš (Ano) und Vertretern des Parlaments zusammentreffen.