Staat will in nächster Dekade viel Geld in die Wasserversorgung investieren

07-05-2019

Der tschechische Staat will in den nächsten zehn Jahren bis zu 24 Milliarden Kronen (940 Millionen Euro) für die Zusammenschließung von Wasserversorgungssystemen ausgeben. Das erklärte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Prag. Vorausgegangen war eine Verhandlung der Nationalen Koalition für den Kampf gegen die Trockenheit. Nach Auskunft von Landwirtschaftsminister Miroslav Toman (Sozialdemokraten) soll das meiste Geld in die Kreise Mittel- und Südböhmen fließen. Für die Erneuerung von Wasserleitungen will der Staat sechs Milliarden Kronen (23,5 Millionen Euro) locker machen. Laut Umweltminister Richard Brabec (Ano) sei es möglich, weitere Gelder aus den europäischen Fonds zu erwerben. Tschechien werde so insgesamt in den kommenden zehn Jahren rund 50 Milliarden Kronen (1,95 Milliarden Euro) für die Wasserversorgung des Landes ausgeben, bemerkte Brabec.

Konkret geplant seien bisher die Schaffung einer Wasserzuleitung zwischen Prag und der nicht weit entfernten Stadt Kladno oder die Erhöhung der Kapazitäten des ostböhmischen Stausystems zwischen Náchod / Nachod und Hradec Králové / Königgrätz. Durch die Zusammenlegung der Wasserversorgungssysteme könne man den Wasservorrat für nahezu drei Millionen Menschen sichern, sagte Minister Toman.