Staat erteilt Verbot für Schweinehandel und Futtermittel aus Risiko-Ländern

Die tschechische Veterinärverwaltung hat mit sofortiger Wirkung den Verkauf von Wildschweinen ins Ausland verboten. Tschechische Schweinezüchter wiederum dürfen zur Fütterung ihrer Tiere kein Heu und Stroh verwenden aus Staaten, in denen die Afrikanische Schweinepest auftritt. Das heißt zum Beispiel aus Belgien oder Polen. Zudem haben es die staatlichen Veterinäre untersagt, dass die Körperteile von erjagten Wildschweinen aus Ländern mit Schweinepest-Vorkommen importiert werden, aus denen sich die Jäger Trophäen oder tierische Nebenprodukte ausschlachten wollen.

Diesen Erlass hat das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch auf seiner Internetseite veröffentlicht. Das Verbot, mit dem das Risiko einer Verschleppung der Seuche in die tschechische Schweinezucht minimiert werden soll, gilt ab Mittwoch. Bei Zuwiderhandlungen drohen Geldstrafen von bis zu zwei Millionen Kronen (80.000 Euro) für Rechtspersonen und Unternehmer, sowie von bis zu 100.000 Kronen (3.900 Euro) für Einzelpersonen.