Scharfe Kritik an Babiš wegen Kriegswaisen-Aussage

Tschechiens Premier Andrej Babiš ist wegen einer Aussage unter scharfe Kritik geraten, nicht einmal 50 syrische Kriegswaisen in Tschechien aufnehmen zu wollen. Warum sollte man sich um Waisen aus Syrien kümmern, wenn man genug verwaiste Kinder im eigenen Land hätte, fragte sich der Ano-Politiker in der Zeitung Právo am Samstag.

Der sozialdemokratische Innenminister Jan Hamáček betonte in Reaktion darauf, dass die Aufnahme der Kinder kein Problem sei. Politiker der konservativen Opposition bezeichneten Babišs Standpunkt als schändlich und unsolidarisch. Der ehemalige Ano-Europaabgeordnete und Vizepräsident des Europaparlaments Pavel Telička nannte die Aussagen des tschechischen Premiers ein extrem und an der Grenze internationaler Vereinbarungen.