Registrierkassenpflicht bringt Staatskasse 11,7 Milliarden Kronen

Die Registrierkassenpflicht dürfte bis Ende des Jahres insgesamt 11,7 Milliarden Kronen (460 Millionen Euro) in die Staatskasse gebracht haben. Dies teilte Finanzministerin Alena Schillerová (parteilos) am Donnerstag in Prag mit. Das Ergebnis bedeute einen Erfolg, sagte die Ressortleiterin. Die ursprünglichen Schätzungen hätten zwar leicht höher gelegen, doch sei man da von der dritten und vierten Welle der Registrierkassenpflicht noch in diesem Jahr ausgegangen, sagte Schillerová.

Die Registrierkassenpflicht ist eine Idee des heutigen Premiers Andrej Babiš (Partei Ano). Sie wurde im Dezember 2016 zunächst für Gastbetriebe und Restaurants eingeführt, im März 2017 auch für den Einzel- und Großhandel. Für die Unternehmer bedeutet dies, dass sie alle ihre Umsätze über eine elektronische Registrierkasse abrechnen. Die Kassen sind dabei online mit dem Finanzministerium verbunden. Damit soll Mehrwertsteuerbetrug verhindert werden.

Noch nicht geklärt ist, wann die dritte und vierte Phase der Registrierkassenpflicht anläuft. Bei ihr sollen Gewerbetreibende und Handwerker hinzukommen.