Regierungsvertreter verhandeln mit der Post über geplante Restrukturierung

04-10-2019 aktualisiert

Der Staat schuldet der tschechischen Post 3,3 Milliarden Kronen (132 Millionen Euro). Die Auszahlung der Gelder ist durch eine Zustimmung der EU-Kommission bedingt. Mit der Auszahlung wird nächstes Jahr gerechnet. Das sagte Premier Andrej Babiš (Ano-Partei) am Freitag nach den Verhandlungen mit dem Generaldirektor der Post Roman Knap. Knap zufolge handelt es sich um die Bezahlung des sogenannten universellen Dienstes, also der Postdienste, die der Staat bei der Post bestellt. Der Premier hat mit Knap und Innenminister Jan Hamáček (Sozialdemokraten) über die geplante Restrukturierung des Staatsunternehmens gesprochen. Ziel ist, die Post bis 2021 wieder in die schwarzen Zahlen zu führen. Im vergangenen Jahr gab es einen Verlust von rund einer Milliarde Kronen (knapp 40 Millionen Euro).

Den Plänen nach dürften bei dem Unternehmen insgesamt 7000 der derzeit 30.000 Stellen abgebaut werden. Um das Angebot zu verbessern, soll die Post in drei einzelne Bereiche aufgeteilt werden: Postdienstleistungen, Bankwesen und kommerzielle Dienste.