Regierungschef Paroubek: Tschechien drohen vorerst keine Milliardenzahlungen an japanische Bank

18-03-2006

Der tschechische Regierungschef Jiri Paroubek geht davon aus, dass Tschechien vorerst keinen Schadensersatz in Milliardenhöhe an die japanische Bank Nomura zahlen muss. Seine Regierung werde weiter verhandeln und bis zur Lösung des Streits werden noch Jahre vergehen, sagte Paroubek am Samstag. Die Tschechische Republik hatte gestern ein Schiedsverfahren gegen Nomura verloren. Für vergeudete Investitionen in die tschechische IPB-Bank fordert Nomura von Tschechien Schadensersatz in Höhe von 40 Milliarden Kronen (rund 1,4 Milliarden Euro). Wie viel der tschechische Staat tatsächlich zahlen muss, wird im weiteren Verlauf des Verfahrens noch entschieden. Die oppositionelle Demokratische Bürgerpartei (ODS) wirft der Regierung Mitverantwortung an der entstandenen Situation vor.