Polizei ermittelt gegen zwei Menschen wegen Einsturzes einer Prager Fußgängerbrücke

20-03-2019 aktualisiert

Die tschechische Polizei ermittelt gegen zwei Menschen wegen des Einsturzes einer Fußgängerbrücke über die Moldau im Prager Stadtteil Troja im Dezember 2017. Dies berichtete der Tschechische Rundfunk in seinen Inlandssendungen. Laut Medienberichten soll es sich bei den Beschuldigten um einen Architekten und einen ehemaligen Leiter des Technischen Dienstes handeln. Ihnen werde vorgeworfen, ihre beruflichen Pflichten vernachlässigt zu haben, hieß es. Man gehe vom Straftatbestand „Gefährdung der Allgemeinheit“ aus, sagte ein Sprecher der Prager Staatsanwaltschaft.

Beim Einsturz der Brücke am 2. Dezember 2017 waren vier Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Die Stadt Prag erkannte im vergangenen Jahr jedem der Verletzten ein einmaliges Entschädigungsgeld zu. Die Höhe betrug 50.000 Kronen (knapp 2000 Euro).