Ombudsfrau kritisiert Asylverfahren für chinesische Christen

Das Innenministerium habe bei den Asylverfahren für 78 chinesische Christen versagt. Dies konstatierte das Büro der tschechischen Ombudsfrau Anna Šabatová in einem aktuellen Bericht. Demnach hat das Ressort sämtliche Fristen verstreichen lassen und die Antragsteller nicht ausreichend über den Verlauf ihrer Asylverfahren informiert. Die Befunde der Ombudsfrau werden nun Teil weiterer Verhandlungen vor Gerichten.

Rund 80 chinesische Christen sind im Jahr 2016 nach Tschechien geflüchtet und haben hier einen Asylantrag gestellt. Bis Anfang des Jahres lehnte das Innenministerium die meisten der Anträge ab. Die Anwälte der chinesischen Flüchtlinge glauben aber, dass nicht jedes Gesuch einzeln geprüft wurde. Laut Menschenrechtlern drangsaliert das Regime in Peking die Christen im eigenen Land.