OKD-Untersuchungsausschuss empfiehlt Ermittlungen gegen Ex-Eigner und Politiker

08-10-2019

Wegen massiver Verfehlungen bei der Privatisierung des Kohleförderers OKD könnte es nun die ersten strafrechtlichen Ermittlungen geben. Eine entsprechende Empfehlung findet sich im vorläufigen Abschlussbericht des zuständigen Untersuchungsausschusses im Abgeordnetenhaus, der am Dienstag veröffentlicht wurde. So dürfte beispielsweise gegen den damaligen Finanzminister Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) oder den Investor Zdeněk Bakala Anzeige erstattet werden. Letzterer soll das Unternehmen absichtlich überschuldet und dadurch über Wert Dividenden abgeschöpft haben.

In den 1990er und den Nuller Jahren wurde der größte tschechische Kohleförderer OKD privatisiert. Vor drei Jahren musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Die Untersuchungskommission des Abgeordnetenhauses sollte klären, wie der Staat die Kontrolle über den Konzern verlieren konnte.