OKD-Untersuchungsausschuss bekommt mehr Zeit

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur umstrittenen Privatisierung des Kohleförderers OKD bekommt mehr Zeit. Das Abgeordnetenhaus verlängerte das Mandat des Gremiums um ein weiteres Jahr. Dieses wäre zum 1. September ausgelaufen, wichtige Akteure hatten jedoch die Aussage verweigert. Dies betrifft vor allem den ehemaligen Hauptinvestor und tschechisch-US-amerikanischen Medienmogul Zdeněk Bakala. Dieser soll maßgeblich für die Überschuldung des Unternehmens verantwortlich gewesen sein.

In den 1990er und den Nuller Jahren wurde der größte tschechische Kohleförderer OKD privatisiert. Vor zwei Jahren musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Eine Untersuchungskommission des Abgeordnetenhauses soll klären, wie der Staat die Kontrolle über den Konzern verlieren konnte.