Ökonom Sachs: Tschechien macht zu wenig im Kampf gegen den Klimawandel

23-11-2019

Die Tschechische Republik mache zu wenig beim Kampf gegen den Klimawandel, bei den anderen Indikatoren für nachhaltige Entwicklung aber gehöre das Land mit zur Weltspitze. Zu dieser Einschätzung gelangte der amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs auf dem Forum für nachhaltige Entwicklung, das am Freitag in Prag stattfand. Laut Sachs werde sich die Klimapolitik der Europäischen Union in den Staaten entscheiden, die jetzt noch auf die Kohleverbrennung zur Stromerzeugung setzen, und dazu gehöre auch Tschechien.

Mi einem gewissen Maß an Übertreibung ergänzte Sachs, dass „die Zukunft der Welt in Prag entschieden werde“. Für ihn habe nämlich die Vorgehensweise, wie die EU zum endgültigen Ausstieg aus der Nutzung von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen gelange, eine Sogwirkung. Er sei überzeugt davon, dass ein Vorangehen der europäischen Staaten in dieser Frage auch andere Länder – vor allem die in Asien – dazu animieren werde, ihre Emissionen zu senken.