Metnar weist Beteiligung tschechischer Soldaten am Tod eines Afghanen zurück

Verteidigungsminister Lubomír Metnar (parteilos) hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass tschechische Soldaten am gewaltsamen Tod des afghanischen Militärangehörigen Vahidullah Chan beteiligt gewesen seien. Der Afghane wurde von Sicherheitskräften festgenommen wegen des Verdachts, den tschechischen Soldaten und Hundeführer Tomáš Procházka im vergangenen Monat getötet zu haben. Der Afghane hatte Ende Oktober auf dem Nato-Stützpunkt Shindand das Feuer auf eine tschechische Einheit eröffnet. Dabei wurde ein Soldat getötet, zwei weitere Soldaten erlitten Verletzungen.

Über die angeblichen Ermittlungen durch tschechische und amerikanische Soldaten in dem Fall hat am Montag die Zeitung New York Times berichtet. Unter Berufung auf Aussagen amerikanischer und afghanischer Beamter schrieb das Blatt unter anderem, dass der afghanische Soldat im Nato-Gefängnis in Westafghanistan vor seinem Tod verprügelt wurde. Minister Metnar schloss aus, dass sich daran auch Tschechen beteiligt hätten. Vor Journalisten sagte er, dass sich die tschechischen Soldaten bei Auslandsmissionen strikt an das internationale humanitäre Recht halten würden. Über eventuelle Ermittlungen und deren Ergebnisse in dem Fall müsste man ihn nicht fragen, denn die kenne er nicht, reagierte Metnar.