Medien: Chinesen kauften in Tschechien medizinisches Material ein

25-03-2020

Chinesen haben in Tschechien im Januar und im Februar medizinisches Material eingekauft. Darüber informierten die Wochenzeitung Respekt und die Tageszeitung DeníkN am Montag in ihren Online-Ausgaben. Der zivile Nachrichtendienst BIS warnte damals die Regierung vor den chinesischen Einkäufen. Im März verbot die tschechische Regierung den Export bestimmter medizinischer Schutzmittel. Momentan mangelt es in Tschechien beispielsweise an Atemschutzmasken und Mundschutzbinden.

Dem Wochenmagazin Respekt zufolge versuchten die Chinesen organisiert medizinisches Material im Januar und im Februar in Tschechien einzukaufen, als die Corona-Epidemie in China den Höhepunkt erreichte. In Tschechien wurde zu der Zeit noch kein Mensch an Covid-19 positiv getestet. An den Einkäufen beteiligten sich die in Tschechien lebenden Chinesen. Einen Teil der Schutzmittel gelang es ihnen nach China auszuführen. Die Tageszeitung DeníkN informierte unter Berufung auf zwei Informationsquellen aus der Regierung und der Staatsverwaltung darüber, dass dem Nachrichtendienst zufolge die chinesische Botschaft die Einkäufe organisierte. Das Material wurde über Drittfirmen ausgeführt. Innenminister Jan Hamáček (Sozialdemokraten) hat die Existenz der Information vom Nachrichtendienst via Twitter bestätigt.