Leichtathletik-EM: Schwarzer Mittwoch für Tschechiens Asse

Der Mittwoch war ein „schwarzer Tag“ für die tschechische Leichtathletik bei der EM in Berlin. In den Vor- oder Zwischenläufen zu drei Laufwettbewerben schied gleich ein Trio von Medaillenkandidaten überraschend aus. Mittelstreckler Jakub Holuša erwischte es bereits im Vorlauf. Mit der indiskutablen Zeit von 3:49,82 Minuten belegte der 30-Jährige über 1500 Meter nur den fünften Platz. Sein von ihm in diesem Jahr erzielter Landesrekord ist mehr als 17 Sekunden besser.

In den Zwischenläufen über die Stadionrunde konnten sich auch Pavel Maslák und Zuzana Hejnová nicht durchsetzen. Masláks Zeit von 45,59 Sekunden reichte nur zu Platz 16, womit er das Finale der besten Acht über 400 Meter flach klar verpasste. 400-Meter-Hürdenläuferin Zuzana Hejnová hatte im Vorfeld der EM immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die fehlende Wettkampfpraxis machte sich dann auch in Berlin bemerkbar – mit der Zeit von 56,03 Sekunden wurde sie nur Dreizehnte.

Jetzt ruhen die Hoffnungen der tschechischen Leichtathletik einmal mehr auf den Speerwerfern. Bei den Männern haben sich Jakub Vadlejch und Petr Frydrych für das Finale am Donnerstag qualifiziert. Und Nikola Ogrodníková will es ihnen am selben Tag gleichtun, wenn sie ihre Qualifikation bestreitet. Das Finale der Speerwurf-Frauen steigt am Freitag.