Ledeckás Manager: Skiverband droht mit Verbot der Teilnahme an Rennen

Die zweimalige Olympiasiegerin Ester Ledecká hat nicht einmal nach langen Verhandlungen einen Repräsentationsvertrag mit dem Tschechischen Skiverband unterzeichnet. Der Verband drohe Ledecká, die Finanzierung ihres Trainings zu stoppen und ihre Anmeldungen zu Rennen zu blockieren, teilten die Vertreter der Agentur Sport Invest, die die Sportlerin vertritt.

Der Leiter von Sport Invest, David Trávníček, erinnerte am Montag in einem Pressebericht daran, dass sich der Skiverband eine unverzügliche Unterzeichnung des Repräsentationsvertrags erzwingt. Er erklärte, es sei ihnen gesagt worden, falls Ester den Vertrag bis 31. August nicht unterschreibt, wird der Skiverband sämtliche Finanzierung ihres Trainings einstellen, ihr das Statut der Repräsentantin entziehen und zu denselben Schritten auch das Tschechische Olympische Komitee auffordern. Trávníček kritisierte die Schritte der Verbandsfunktionäre scharf. Er machte darauf aufmerksam, dass Ledecká die erfolgreichste tschechische Skirennfahrerin und Snowboarderin ist. Der Verband hat seinen Worten zufolge jahrelang nur zugesehen, wie Ledeckás sportlicher Traum überwiegend aus dem Geld ihrer Familie und aus kommerziellem Geld finanziert wurde. Jetzt verlange der Verband von Ester die Unterzeichnung eines Vertrags, der vermutlich für den Verband, aber nicht für die Sportlerin vorteilhaft sei, sagte der Manager.