Landwirte befürchten noch höhere Schäden wegen Feldmausplage

16-01-2020

Die wirtschaftlichen Schäden, die die extrem hohe Population an Feldmäusen seit mehreren Monaten verursacht hat, belaufen sich gegenwärtig auf etwas über 1,6 Milliarden Kronen (64 Millionen Euro). Diese Summe werde jedoch in diesem Jahr noch um das Zwei- bis Dreifache höher ausfallen, befürchte man. Zu dieser Einschätzung gelangt der tschechische Landwirtschaftsverband, bezugnehmend auf die im Vorjahr begonnene Plage durch die Nager. In der nächsten Woche werde der Verband einen Aktionsplan vorlegen, mit dem er auf dieses Problem nochmals aufmerksam machen wolle, teilte dessen Sprecher am Donnerstag mit.

Das übermäßig hohe Vorkommen der Feldmäuse hatte im letzten Sommer zu einem Streit zwischen Landwirten, Umweltschützern und Ornithologen geführt. Während die Landwirte zur Bekämpfung der Schädlinge den Einsatz von Rattengift befürworteten, waren die Naturschützer strikt dagegen. Nach dem kurzzeitigen Rückgang der Wühlmäuse aufgrund der herbstlichen Bodenbearbeitung sei deren Zahl zuletzt wieder enorm gestiegen. Wie der Landwirtschaftsverband ermittelt hat, seien dadurch allein an den neu angelegten Gewächsen Schäden von 200 Millionen Kronen durch die Nager entstanden. Durch den milden Winter nehme der Bestand der Tiere weiter zu, und die von ihnen geschädigten Flächen dehnten sich von Mähren weiter nach Westen aus, informierte der Verbandssprecher.