KSČM-Parteichef Filip verteidigt seine Aussagen für russisches Armeeblatt

17-05-2020

Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens (KSČM), Vojtěch Filip, stehe hinter seinen Aussagen, die er jüngst in einem Gespräch für die russische Armee-Tageszeitung „Krasnaja zvezda“ gemacht hat. Das sagte der Kommunistenführer und stellvertretende Chef des Abgeordnetenhauses am Sonntag in einer Sendung des privaten TV-Kanals Prima.

In dem Interview für das russische Blatt kritisiert Filip die Demontage der Statue des sowjetischen Marschalls Ivan Konew von ihrem Platz im sechsten Prager Stadtbezirk. Er bezeichnete dies als „verbrecherisch“. Gleichzeitig lobte er die russische Regierung dafür, dass sie die lokalen Behörden in Russland nicht dazu zwingen würde, den Bau von Denkmälern für tschechoslowakische Legionäre zuzulassen, die im Kampf gegen die russischen Bolschewiki gefallen sind. Filip beschuldigte zudem Prager Kommunalpolitiker des Neofaschismus. In der Fernsehsendung beteuerte er, dass er damit die tschechischen nationalen Interessen nicht bespuckt habe. Dies sei seine persönliche Meinung, und er hätte für seine Äußerungen auch Beweise, so Filip. Im Gespräch für „Krasnaja zvezda“ lobte der Parteichef der Kommunisten zudem Präsident Miloš Zeman für seine Haltung gegenüber Russland, kritisierte auf der anderen Seite aber Außenminister Tomáš Petříček (Sozialdemokraten).