Kritik und Verständnis aus Tschechien wegen Tötung Suleimanis

03-01-2020

Tschechiens Premier Andrej Babiš hat die Tötung des Chefs der iranischen Elitetruppe Al-Kuds-Brigaden, Kassem Soleimani, als Racheakt der USA wegen Anschlägen auf US-Einrichtungen im Irak bezeichnet. Er hoffe aber, dass der Schritt Washingtons nicht zu einer weiteren Eskalation im Nahen Osten führe, so der Ano-Politiker gegenüber dem Nachrichtenportal Novinky.cz. Tschechiens Außenminister Tomáš Petříček (Sozialdemokraten) mahnte, nun die Schritte des Iran abzuwarten. Kulturminister und Ex-Außenminister Lubomír Zaorálek (Sozialdemokraten) bezeichnete die Tötung Suleimanis wiederum als „gefährliche Provokation“ der USA.

Am Freitag töteten die USA durch einen Raketenangriff auf den Flughafen Bagdad den Chef der iranischen Elitetruppe Al-Kuds-Brigaden, Kassem Soleimani. Teheran hatte deshalb mit Vergeltung für den Tod eines seiner ranghöchsten Generäle gedroht, weshalb eine Eskalation der Lage befürchtet wird. Washington hatte alle US-Bürger aufgefordert, den Irak zu verlassen.