Kommunisten distanzieren sich von Aussagen des Vizechefs über 1968 nicht

29-10-2019

Die Führung der kommunistischen Partei hat sich von den Aussagen ihres Vizevorsitzenden Stanislav Grospič über das Jahr 1968 nicht distanziert. Dieser ließ verlauten, dass die Besetzung der Tschechoslowakei 1968 keine Okkupation war und dass Menschen, die während der Invasion der Warschauer-Pakt-Truppen ums Leben kamen, meistens Opfer der Verkehrsunfälle waren. Grospič sprach über die Ereignisse von 1968 im Tschechischen Rundfunk vor der Abstimmung, bei der das Abgeordnetenhaus die Erklärung des 21. Augusts zum bedeutenden Tag unterstützte.

Die Worte des kommunistischen Vizechefs haben die Vertreter anderer Parteien verurteilt. Der Vorsitzende der bürgerdemokratischen Fraktion im Abgeordnetenhaus Zbyněk Stanjura forderte Grospič auf, vom Posten des Chefs des Immunitätsausschusses zurückzutreten.