Kommunist Grospič entschuldigt sich für Äußerungen zu 1968

05-11-2019

Der stellvertretende Parteivorsitzende der tschechischen Kommunisten Stanislav Grospič hat sich für seine Äußerungen zum Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen von 1968 entschuldigt. Seine Worte seien unglücklich gewesen, und der damalige Einmarsch habe der tschechoslowakischen Gesellschaft geschadet, sagte Grospič am Dienstag vor einer Sitzung des Abgeordnetenhauses.

Stanislav Grospič hatte bei einem Interview des Tschechischen Rundfunks behauptet, dass die Tschechoslowakei damals nicht besetzt worden sei. Zudem sagte er, dass die meisten Todesopfer bei Unfällen ums Leben gekommen wären. Dies hatte zu heftiger Kritik vieler weiterer Politiker geführt, bis hoch zu Staatspräsident Miloš Zeman und Premier Andrej Babiš (Partei Ano). Die kommunistische Parteiführung bezeichnete Grospičs Äußerungen als Ausdruck der Meinungsfreiheit.