Klinik muss Rekordentschädigung wegen Todes einer schwangeren Frau zahlen

31-08-2012

Wegen des Todes einer schwangeren Frau nach der Geburt ihres Kindes im November 2006 muss das Städtische Krankenhaus im mährischen Třebíč eine Rekord-Entschädigungssumme zahlen. Umgerechnet insgesamt 140.000 Euro erhalten der hinterbliebene Mann und die drei Kinder, entschied das Kreisgericht in Brno / Brünn. Die 36-jährige Frau war im Krankenhaus nach Blutungen in der Gebärmutter und Herzstillstand gestorben. Die Ärzte hätten einen Fehler begangen, als sie die Blutungen über Stunden hinweg nicht erkannten, hatte eine Fachkommission des Gesundheitsministeriums geurteilt. Das Gericht hat sich dieser Ansicht angeschlossen.

Noch nicht klar ist indes, ob eine Berufung gegen das Urteil möglich ist und ob das Krankenhaus diese nutzen würde. Man warte auf die schriftliche Urteilsbegründung, sagte der stellvertretende Leiter der Klinik in den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks.