Kartellamt stoppt Ausschreibung für Panzer

05-06-2019

Nach einer Beschwerde des deutschen Unternehmens PSM Projekt System & Management hat das Kartellamt einen Großauftrag der tschechischen Armee für neue Panzer gestoppt. Darüber informierte die Behörde in einer Presseaussendung am Mittwoch. Grund der Beschwerde der Kassler Rüstungsschmiede ist eine Ausnahmeregelung in der Ausschreibung der Armeeführung, die andere Bewerber begünstigen könnte, sowie weitere Bestimmungen des Auftrags. Die Entscheidung des Kartellamts ist nicht rechtskräftig.

Mit einem Volumen von 50 Milliarden Kronen (knapp zwei Milliarden Euro) ist der geplante Kauf von insgesamt 210 gepanzerten Kettenfahrzeugen und 29 Wartungsmaschinen die jemals größte Anschaffung der tschechischen Armee. Seit März wollen sich insgesamt vier vor allem ausländische Betriebe den Auftrag sichern.