Innenministerium streicht Gelder für Anti-Korruptions-NGOs

Das Innenministerium plant weniger Geld für NGOs, die sich dem Kampf gegen die Korruption verschrieben haben. Darüber berichtete das Nachrichtenportal des Tschechischen Rundfunks am Freitag. Demnach sollen insgesamt vier Millionen Kronen (156.000 Euro) aus dem bisherigen Anti-Korruptionsprogramm in andere Bereiche fließen, so unter anderem in die Verkehrssicherheit und Alkoholprävention. Das Ressort argumentiert dabei vor allem mit veränderten Prioritäten.

Die betroffenen NGOs bieten vor allem kostenlose Rechtshilfe an. Transparency International bezeichnete den Schritt des Innenministeriums als ungewöhnlich. Die Antikorruptions-Organisation vermutet einen Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen Premier Andrej Babiš, sich wegen der staatlichen Förderung für seinen Ex-Konzern Agrofert in einem Interessenskonflikt zu befinden.