Inlandsgeheimdienst: Russland und China besonders aktiv in Tschechien

Die Aktivität russischer und chinesischer Geheimdienste sei in Tschechien weiterhin hoch. Die bestätigte der Inlandsgeheimdienst BIS in seinem Jahresbericht, der am Montag vorgestellt wurde. Die Spionage laufe dabei vor allem über diplomatische Kanäle, unter anderem über die überdimensionierte russische Botschaft in Prag so der Bericht.

Ziel der russischen Geheimdienstaktivitäten ist laut der BIS die übliche hybride Strategie gegen die Nato und die EU, sowie eine Einflussnahme auf die tschechische Politik beispielsweise durch Investitionen. Bei der chinesischen Spionage steht hingegen die Wirtschaft im Fokus. Die Chinesen zielen auf Ressorts wie Energiewirtschaft, Telekommunikationen, Finanzressort, Logistik, Gesundheitswesen und hochentwickelte Technologien. Gleichzeitig verwies der tschechische Militärnachrichtendienst auf die sogenannte Neue Seidenstraße als auf einen Versuch der chinesischen Einflussnahme in Tschechien.