Gewerkschaften fordern mehr Geld für Betrieb des Gesundheitswesens

13-08-2019

Die Gewerkschaften und weitere Organisationen der Krankenhäuser, Ärzte und Patienten in Tschechien haben die Erhöhung der Ausgaben im Gesundheitswesen auf neun Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) gefordert. Gegenwärtig werden dafür etwas unter sieben Prozent des BIP bereitgestellt. Ihre gemeinsame Forderung haben 13 Organisationen am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Prag verlautbart. Im Jahr 2020 wollen sie 25 Milliarden Kronen (eine Milliarde Euro) aus den Reserven der Krankenkassen zur Stabilisierung des Gesundheitswesens aufteilen. Das haben die Gewerkschaftsverbände bereits Ende Juni geäußert, das Gesundheitsministerium hat diese Forderung indes abgelehnt.

Nach Aussage von Gesundheitsminister Adam Vojtěch (parteilos) wäre die Auflösung der Krankenkassen-Reserven eine kurzsichtige Lösung, die Gelder würden nur für ein Jahr ausreichen. In einer Presseerklärung gab Vojtěch bekannt, dass die in das Gesundheitssystem gesteckten Gelder die höchste Summe darstellen, die bisher pro Jahr dafür aufgewendet wurde.