Gesundheitsministerium will die Bestechung von Ärzten durch die Pharmaindustrie bekämpfen

12-08-2009

Mit einer deutlichen Erhöhung der Sanktionen möchte das Gesundheitsministerium die Bestechung von Ärzten durch die Pharmaindustrie bekämpfen. Die Strafe beim ersten Vergehen soll von derzeit mehreren 100.000 auf drei Millionen Kronen (rund 115.000 Euro) angehoben werden, teilte das Ministerium mit. Die Gesetzesnovelle soll nach den Neuwahlen im Herbst dem Parlament vorgelegt werden.

Firmen aus der Pharmaindustrie seien bereit rund die Hälfte ihres Jahresumsatzes für die Korruption von Ärzten einzusetzen, hieß es. Vergangene Woche hatte das Fakultätskrankenhaus in Brünn Anzeige gegen eine Ärztin erstattet, die von einem Pharmaunternehmen monatlich bis zu 10.000 Kronen (ungefähr 390 Euro) kassierte und dafür nur bestimmte Medikamente verschieb.