Gesundheitsminister Vojtěch: 2019 gibt es keine pauschale Lohnerhöhung

Gesundheitsminister Adam Vojtěch (parteilos, für Ano) besteht darauf, dass die Löhne im Gesundheitswesen ab dem nächsten Jahr nicht einheitlich und flächendeckend steigen. Die etwaigen Debatten über Proteste der Mediziner und des medizinischen Personals wegen dieser Erhöhung erachte er als ungehörig. Über eine Lösung könne man verhandeln, sagte Vojtěch am Sonntag in einer Diskussionsrunde des Tschechischen Fernsehens. Einen Spielraum für eine Einigung sieht auch die Vorsitzende des Gewerkschaftsverbandes für Gesundheits- und Sozialwesen, Dagmar Žitníková.

Sie sei der Meinung, dass das Geld für eine pauschale Lohnerhöhung vorhanden sei, bemerkte Žitníková. Der Minister entgegnete, dass es die landesweit einheitliche Aufstockung der Löhne gewiss nicht geben werde, weil das Geld dazu fehle und er diese Form des Zuwachses auch nicht für gerecht halte. Man müsse zunächst die unteren Lohngruppen bedienen. Dabei müsse man vor allem das Gehalt für junge Ärzte aufstocken, um sie für den Krankenhausdienst zu motivieren. Und Krankenschwestern im Schichtdienst werde der Lohn im nächsten Jahr auf jeden Fall um 5000 Kronen (195 Euro) erhöht. Das sollte helfen, den Mangel an diesem Personal zu beheben, bekräftigte Vojtěch.