Fußgängerbrücke in Nymburk präventiv zerstört – neue Brücke bis 2020

In der mittelböhmischen Stadt Nymburk / Nimburg ist am Freitagvormittag eine rund 300 Meter lange Fußgängerbrücke zum Einsturz gebracht worden. Es war in etwa die gleiche Konstruktion einer Hängebrücke, wie sie im Dezember in Prag ohne menschliche Einwirkung eingestürzt ist. Beim Zusammenbruch der Prager Brücke im Stadtteil Troja sind vor acht Monaten vier Personen verletzt worden, zwei davon schwer.

Die Brücke in Nymburk sei in einem ähnlich desolaten Zustand gewesen, heißt es. Ihre Beseitigung einschließlich des Abtransports aller Betonteile wird von der Firma Strabag vorgenommen. Die Arbeiten dauern bis zum 12. August an, die Kosten liegen bei 6,5 Millionen Kronen (250.000 Euro). Bis zum Jahr 2020 soll in Nymburk eine neue Fußgängerbrücke über die Elbe entstehen. Für die Ausschreibung zum Bau der Brücke hatten sich 14 Firmen gemeldet, doch nur sechs kamen in die nächste Runde.