Fürstenfamilie Liechtenstein fordert Herausgabe ehemaliger Besitzungen in Tschechien

Die Stiftung Fürst Liechtenstein hat den tschechischen Staat aufgefordert, früheres Eigentum des Fürstentums bis in sieben Tagen herauszugeben. Andernfalls droht die Stiftung mit einer Klage, wie am Donnerstag die Presseagentur ČTK berichtete. Laut Berichten einer tschechischen Tageszeitung handelt es sich um Grundstücke im Umfang von 60.000 Hektar, die vor allem mit Wald bestanden seien.

Die Fürstenfamilie Liechtenstein ist der Ansicht, dass sie nach 1945 in der früheren Tschechoslowakei zu Unrecht enteignet wurde. Dies war damals auf Grundlage der sogenannten Beneš-Dekrete geschehen. Die Fürstenfamilie und der tschechische Staat streiten bereits in zwei Fällen vor Gericht über Grundstücke. Hauptfrage ist dabei, ob Fürst Franz Josef II. von und zu Liechtenstein in den 1930er Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hatte.