Ex-Premier Rusnok ist neuer Gouverneur der Tschechischen Nationalbank

25-05-2016 aktualisiert

Ex-Premier Jiří Rusnok ist neuer Gouverneur der Tschechischen Nationalbank. Staatspräsident Zeman hat den 55-jährigen Wirtschaftswissenschaftler am Mittwoch ernannt. Rusnok übernimmt das Amt aber erst im Juli, wenn die Amtszeit des derzeitigen Gouverneurs Miroslav Singer endet. Seit März 2014 ist Rusnok Mitglied des sogenannten Bankenrats der Nationalbank. Nach der Ernennung kündigte Rusnok an, die Währungspolitik fortsetzen zu wollen, die die tschechische Wirtschaft fördern wird. Er plant nicht, an Interventionen der Zentralbank am Devisenmarkt zur gezielten Schwächung der Krone etwas zu ändern.

1998 war Jiří Rusnok den Sozialdemokraten beigetreten. 2001 wurde er Finanzminister im Kabinett von Zeman, ab März 2003 war er dann Industrieminister unter Premier Vladimír Špidla. Später verließ der Wirtschaftsfachmann die Sozialdemokraten und schloss sich der Partei SPOZ von Präsident Zeman an. Von Juni 2013 bis Januar 2014 führte Rusnok als Premier ein Interimskabinett nach dem Sturz der konservativen Regierung Nečas.