Europäische Journalisten-Föderation: Tschechische Medien stehen unter Druck

18-10-2019

Laut einem Bericht der Europäischen Journalisten-Föderation stehen die Medien in Tschechien unter dem Druck von Öffentlichkeit und Politikern. Ein Teil des Medienmarktes werde zudem weiterhin indirekt von Premier Andrej Babiš beherrscht. Der Premier besitze de facto 30 Prozent Privatmedien im Lande, hieß es. Über die Studie informiert der Nachrichtenserver iRozhlas.cz. Andrej Babiš bezeichnete den Bericht als „Unsinn“ und lehnte jeden weiteren Kommentar ab.

Dem internationalen Expertenteam zufolge sollte sich Tschechien mehr um die Finanzierung von Medien kümmern sowie um die Unabhängigkeit und Qualität des Journalismus. Die Unabhängigkeit der Medien wird laut der Föderation durch eine gewissermaßen strenge Kontrolle durch die Regierung bedroht sowie durch das Parlament, das über die Zusammensetzung der Medienräte entscheide und die Wirtschaftsberichte billige.