EU-Kommission stellt Verfahren gegen Tschechien wegen Maut ein

26-01-2019

Die Europäische Kommission hat ein Verfahren gegen Tschechien wegen Verletzung europäischen Rechts bei der Umsetzung des Mautbetriebs auf tschechischen Autobahnen eingestellt. Im Jahr 2016 hatte Tschechien der österreichischen Firma Kapsch die Verlängerung des Mautvertrags um weitere drei Jahre gewährt, ohne dazu eine öffentliche Ausschreibung durchzuführen. Dagegen hatte die Firma SkyToll Beschwerde eingelegt. Jetzt sei die Beschwerde ohne Folgen abgewiesen worden, bestätigte die Sprecherin des Verkehrsministeriums in Prag gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK.

Zum Ende dieses Jahres wird das Konsortium der Unternehmen CzechToll und SkyToll die Rolle der Firma Kapsch übernehmen. Beide Firmen werden das satellitengestützte System einführen. In der Ausschreibung zur Weiterführung des Mautsystems hatte sich das tschechisch-slowakische Konsortium mit dem besten Angebot für die nächsten zehn Jahre durchgesetzt.