Erstmals Hochzeit in Holocaust-Gedenkstätte Lidice

10-07-2005

Rund 63 Jahre nach der Zerstörung des mittelböhmischen Ortes Lidice durch Gestapo und Schutzpolizei hat es in der heutigen Holocaust-Gedenkstätte erstmals eine Hochzeit gegeben. Die Trauung solle ein Zeichen sein, dass Pietät nicht nur Trauer bedeute, sagten die Eheleute am Sonntag. In Lidice waren am 11. Juni 1942 alle männlichen Einwohner ermordet worden, Frauen und Kinder wurden ins KZ oder zur «Germanisierung» nach Deutschland gebracht. Danach wurde das Dorf als Rache auf das zuvor in Prag verübte Attentat auf SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich gesprengt und eingeebnet.