Eisschnelllauf: Erbanová beendet Sportkarriere

27-08-2018 aktualisiert

Die tschechische Eisschnellläuferin Karolína Erbanová entschied sich mit 25 Jahren unerwartet, die Sportkarriere zu beenden. Die Gewinnerin der Bronze-Medaille bei den olympischen Spielen in Pyeongchang informierte über die Entscheidung am Montag die Nachrichtenagentur ČTK. Sie sei bereit, den guten Ruf ihres Landes auf die einzige Weise, die sie beherrsche, zu verbreiten, teilte Erbanová mit. Sie sei jedoch nicht mehr bereit, ein Opfer des manipulativen, erniedrigenden und aggressiven Verhaltens des Nationaltrainers Petr Novák zu sein, erklärte die Eisschnellläuferin. Nováks Verhalten kritisierte auch Erbanovás letzter Couch, Tuomas Nieminen, der die polnischen Eisschnellläufer trainiert. Der Tschechische Eisschnelllaufverband sei unfreiwillig für die Vernichtung einer Sportkarriere missbraucht worden, sagte Nieminen. Er hoffe, dass der „Gentleman“ eines Tages begreifen werde, was er getan habe, so der finnische Trainer. Er dankte Erbanová und sagte, für ihn bleibe sie für immer eine Championin.

Erbanová fing mit dem Eisschnelllauf 2006, wo sie unter Nováks Führung zu trainieren begann. 2014 verließ sie Trainer Novák und zog in die Niederlande um, wo sie trainierte. In Pyeongchang gewann sie Bronze über 500 Meter. Sie holte zuvor zwei Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften. In Heerenveen holte sie 2017 den EM-Titel im Sprintermehrkampf. Bei der EM in Kolomna gewann sie in diesem Jahr Bronze über 500 Meter.