Einwohner von Jaroměřice nad Rokytnou lehnen Atommüll-Endlager ab

18-06-2018

Der Staat will die ausgewählten Gemeinden gründlich informieren, was der Bau eines Atommüll-Endlagers auf ihrem Gelände bedeutet. Das sagte der Leiter der Verwaltung der Lagerstätten für radioaktive Abfälle, Jiří Slovák, am Montag dem Tschechischen Rundfunk. Er reagierte damit auf das Referendum in Jaroměřice nad Rokytnou im Kreis Vysočina. Die dortigen Einwohner haben am Wochenende den Bau am dortigen Standort abgelehnt.

Der Staat plant, in diesem Jahr die Zahl der vorbestimmten Standorte für ein Atommüll-Endlager von neun auf vier zu reduzieren. Die endgültige Entscheidung soll bis 2025 fallen. Ab 2065 sollen genutzte Brennstäbe aus den AKWs dorthin gebracht werden. Bis dahin wird der radioaktive Abfall aus Temelín und Dukovany direkt in den Kraftwerken zwischengelagert.