Dürre in Tschechien legt Hungersteine in der Elbe frei

In Děčín / Tetschen an der Grenze zu Sachsen hat die anhaltende Dürre sogenannte Hungersteine in der Elbe freigelegt. Das berichtete die Lokalausgabe der Zeitung Právo am Donnerstag. Sie sind in früheren Trockenperioden mit Inschriften auf Deutsch oder Tschechisch versehen worden und nur bei extremem Niedrigwasser zu sehen. So ist auf dem bekanntesten zu lesen: „Mädchen, weine nicht und fluche nicht, wenn Dürre herrscht, bewässere die Felder.“

Weil die von der Schifffahrt lebenden Menschen früher bei Niedrigwasser keine Einkünfte hatten, bürgerte sich nach Angaben von Historikern die Bezeichnung Hungersteine ein. Insgesamt sind an der Elbe in Nordböhmen rund ein Dutzend historische Exemplare zu finden.