Deutscher Autor entlastet Brünner Uni-Dekan vom Plagiatsvorwurf

24-03-2010

Der Fachautor Christian W. Röhl hat in einem Interview für Radio Prag den Dekan für Wirtschaftsrecht an der Brünner Masaryk-Universität, Martin Svoboda, vom Plagiatsvorwurf entlastet. Svoboda soll aus einer wissenschaftlichen Arbeit von Röhl und Werner Heussinger abgeschrieben haben und ist deswegen am Dienstag als Uni-Dekan vorläufig zurückgetreten. „Die Plagiatsvorwürfe sind absolut haltlos, die Arbeit wäre ohne Svoboda nicht entstanden“, so Christian W. Röhl gegenüber Radio Prag. Es sei vereinbart worden, dass Svoboda nicht auf dem Titel der deutschen Veröffentlichung erscheine und die deutschen Autoren nicht auf dem tschechischen Titel, so Röhl weiter. Die Masary-Universität hält die Erklärung Röhls nicht für überzeugend. Ein und derselbe Text könne nicht unter dem Namen verschiedener Autoren veröffentlicht werden, sagte eine Sprecherin der Uni.

Ein studentischer Vertreter im akademischen Senat hatte am Montag darauf aufmerksam gemacht, dass drei Veröffentlichungen Svobodas fast wörtliche Übersetzungen des Fachbuchs „Generation Zertifikate – Die Emanzipation der Geldanlage“ der Autoren Christian Röhl und Werner Heussinger seien. Eine Sonderkommission unter Leitung des Uni-Rektors untersucht den Fall.