Büste von Liu Xiaobo wird im Prager Kunstzentrum Dox enthüllt

Im Prager Zentrum für die Gegenwartskunst Dox wird am 15. April die Büste des chinesischen Dissidenten und Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo enthüllt. Der chinesische Regimekritiker starb vor zwei Jahren im Gefängnis. Das chinesische kommunistische Regime hatte ihn für die Untergrabung der Staatsmacht verurteilt, als er in der Charta 08 zur Respektierung der Menschenrechte aufgefordert hat. Die Huldigung an Liu Xiaobo veranstaltet das Kunstzentrum Dox gemeinsam mit Amnesty International anlässlich des 30. Jahrestags der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking.

Die Büste des Dissidenten schuf die Bildhauerin Marie Šeborová. An der Enthüllung der Plastik wird die Witwe des Dissidenten, die Dichterin und Fotografin Liu Xia, teilnehmen. Darüber informierte das Zentrum Dox am Dienstag.

Liu Xia stand in China seit 2010 unter strenger Aufsicht, obwohl ihr keine Straftat vorgeworfen wurde. Sie musste im Hausarrest bleiben, nachdem ihr im Gefängnis sitzender Mann Liu Xiaobo (1955 - 2017) den Friedensnobelpreis erhalten hatte. 2017 starb er an Krebs, auch weil ihm nicht erlaubt wurde, im Ausland behandelt zu werden. Seiner Witwe wurde im Juli vergangenen Jahres erlaubt, das Land zu verlassen.