Botschafter in Kiew musste Teilnahme prorussischer Tataren auf Staatsfeier in Prag erklären

01-11-2019

Der tschechische Botschafter in der Ukraine Radek Matula musste in Kiew die Anwesenheit prorussischer Krimtataren bei den Feierlichkeiten am Nationalfeiertag auf der Prager Burg erklären. Die Information der Tageszeitung Deník N wurde vom tschechischen Außenministerium bestätigt. Der Botschafter versicherte die ukrainische Seite, dass diese Angelegenheit keine Beziehung zur Außenpolitik der Tschechischen Republik habe, teilte ein Sprecher des Außenministeriums am Donnerstag mit.

Die ukrainische Staatsanwaltschaft ordnete inzwischen dem Geheimdienst SBU an, zu ermitteln, welche Vertreter der Krimtataren „gesetzwidrig die Tschechische Republik besucht haben“.

Die Vertreter der prorussischen Krimtataren-Gruppe Kyrym birligi, die von Präsident Miloš Zeman auf die Prager Burg eingeladen wurden, schrieben später auf ihrer Facebook-Seite, dass Tschechiens Staatspräsident die Krim als Teil Russlands anerkennen wollte. Der Präsidentensprecher hat die Behauptung zuerst nicht dementiert. Später teilte er der Nachrichtenagentur ČTK mit, dass Zeman die Annexion der Krim auch weiterhin für rechtswidrig hält.