Beneš-Dekrete wieder Thema bei Sudetendeutschem Tag

19-05-2018

Die Beneš-Dekrete sind erstmals seit Jahren wieder zum Thema eines Sudetendeutschen Tags geworden. Die Dekrete würden nicht in ein Europa der Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und des Freidens gehören, sagte der Staatssekräter im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, bei der Veranstaltung in Augsburg. Der CSU-Politiker kritisierte vor allem die Straffreiheit für diejenigen, die sich an der gewaltsamen Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei beteiligt hätten.

Als Reaktion auf die Besatzung durch Nazi-Deutschland wurden nach dem Zweiten Weltkrieg weit über zwei Millionen alteingessesener Deutscher aus der Tschechoslowakei vertrieben, Hundertausende kamen dabei ums Leben. Durch die dekrete des damaligen tschechoslowakichen Präsidenten Edvard Beneš sollte dies legitimiert werden.

Die Sudetendeutschen treffen sich traditionell am Pfingstwochenede, diesmal in Augsburg. Höhepunkt soll die Rede des neuen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder am Sonntag sein.