Baufirmen der D47 müssen Millionen-Entschädigung für Mängel zahlen

Die Firmen Eurovia CS und Advanced World Transport (AWT) müssen nach dem Urteilsspruch eines Schiedsgerichts insgesamt 35,9 Millionen Kronen (1,4 Millionen Euro) Schadensersatz an die staatliche Straßen- und Autobahndirektion (ŘSD) für gravierende Mängel beim Bau der Autobahn D47 zahlen. Die D47 wurde 2008 in Betrieb genommen und ist heute das nordöstlichste Teilstück der D1 zwischen Ostrava / Ostrau und Bohumín.

Die Firmen haben dem Urteil zufolge eine zu geringe Menge Stahl für die Stahlträger verwendet, was einen erheblichen Einfluss auf die Nutzungsdauer der Strecke sowie die Funktionalität der Trägerkonstruktion der Brücken gehabt hätte. Zudem hatte schon 2013 der damalige Verkehrsminister Zdeněk Žák bemängelt, dass auf Teilen der Autobahn eine komplette Zwischenlage unter dem Asphalt fehlen würde.

Das Urteil ist rechtskräftig. Das Geld will die Straßen- und Autobahndirektion in die Instandhaltung der Brücken stecken.